Heilpraktiker in Österreich sollten endlich anerkannt werden

Heilpraktiker in Österreich? Ja, dürfen die denn das?

Heilpraktiker in Österreich haben es schwer, obwohl es ein wunderbarer und wertvoller Beruf ist. In Deutschland und in weiten Teilen Europas genießen die Heilpraktiker unter der Bevölkerung ein hohes Ansehen. Der Heilpraktiker verschreibt keine Medikamente, sondern arbeitet mit naturheilkundlichen Methoden. 

In Österreich wird von Medien, Politik und von der Ärztekammer sehr viel unternommen, um den Heilpraktiker aus dem Berufsrecht zu eliminieren und in der Bevölkerung "schlecht" zu machen. Das ist einfach schade und hat teilweise fatale Konsequenzen auf die Naturheilkunde in Österreich .

Die gewerbsmäßige Ausübung des Heilpraktiker Berufes ist in Österreich laut Gesetz verboten.

Seit 1975, mit Inkrafttreten des Kurpfuscher Paragraphen, ist es den Heilpraktikern in Österreich verboten gewerblich tätig zu sein. Wer für seine Heiltätigkeit Geld verlangt, ohne ein Arzt zu sein, wird bestraft (sofern ihn jemand anzeigt😂).

Das ist allerdings ein Umstand, der in Zeiten der EU, sagen wir mal linde ausgedrückt: nicht mehr zeitgemäß ist. 

In Deutschland, in der Schweiz und in vielen andern europäischen Ländern genießen Heilpraktiker ein hohes Ansehen und in Österreich droht ihnen Gefängnis für ihre Berufsausübung. Das kann doch in einem vereinten Europa nicht sein, oder?

Können Heilpraktiker und Ärzte zusammenarbeiten?

In Deutschland, England, der Schweiz und vielen anderen europäischen Ländern schon! Sie genießen dort ein hohes Ansehen in der Bevölkerung und auch in weiten Teilen der Ärzteschaft. In unserem Nachbarland absolvieren mittlerweile sogar viele Ärzte eine Ausbildung in Naturheilkunde und komplementären Heilmethoden und legen die Heilpraktikerüberprüfung ab.

In Deutschland ist der Heilpraktiker eine wichtige Stütze im Gesundheitssystem. Auch wenn das in vielen österreichischen Medien anders dargestellt wird. Der Großteil der deutschen Ärzteschafft forcieren die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Heilpraktikern. Ganz einfach deshalb, weil sie mit der großen Patientenflut nicht mehr fertig werden. 

Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2017 finden jährlich rund 46,6 Millionen Patientenkontakte mit Heilpraktikern statt. Ungefähr 128.000 Menschen suchen täglich Rat und Hilfe beim Heilpraktiker in Deutschland und es gibt insgesamt ca. 47.000 niedergelassene Heilpraktiker. 

Heilpraktiker in Österreich

Der Gesamtumsatz dieser Berufsgruppe liegt bei rund einer Milliarde Euro jährlich und ist kontinuierlich steigend.

  • 53,2 % davon tragen Selbstzahler bei. 
  • 17,4 % kommen aus privaten Krankenversicherungen,
  • 5,5 % aus Zusatzversicherungen und
  • 14 % von der Beihilfe.

So zitiert der Bund der deutschen Heilpraktiker:

„Insbesondere bei der stark ansteigenden Anzahl von Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen oder Befindlichkeitsstörungen, die durch komplementärmedizinische Therapien gut behandelbar sind, kann das Gesundheitssystem durch die Arbeit der Heilpraktiker entlastet werden“.

In Deutschland können die Heilpraktiker aus der Bevölkerung nicht mehr so einfach eliminiert werden. Das ist ein Umstand, den die Ärzteschaft in Österreich nicht gerne sieht! Daher tut sie auch sehr viel dafür, damit sich der Heilpraktiker in Österreich gar nicht erst ansiedeln kann.

Eines möchte ich jedoch klarstellen: es geht hier nicht darum die Ärzteschaft schlecht zu machen. Ganz im Gegenteil! Die Ärzte leisten unglaublich viel und sind ein wahrer Segen für die Bevölkerung. Ohne den unermüdlichen Einsatz der Ärzte würden noch viel mehr Menschen krank werden und sterben. 

Ärzte leisten Unglaubliches und sind für die Bevölkerung sehr wertvoll.

In diesem Artikel möchte ich auf die Problematik der Naturheiltherapeuten und  Heilpraktiker in Österreich eingehen ohne dabei den wertvollen Berufsstand der Ärzte zu diskreditieren. Vielleicht gibt es ja Auswege, die für alle ein Gewinn sein können 😘

Heilpraktiker oder Heiler sind kein Ersatz für Ärzte oder die Schulmedizin. Es sind einfach zwei verschiedene Berufe.

Der Wunsch zu heilen

Am Anfang einer therapeutischen oder medizinischen Laufbahn steht meist der Wunsch zu heilen und zu helfen. Nur selten verspüren die Berufenen diesen Wunsch in Jugendjahren. Viele kommen erst im späteren Leben auf diese innere Berufung. Für eine Medizinerkarriere ist es dann allerdings meist zu spät und den Heilpraktiker in Österreich gibt es gesetzlich nicht.

Heilpraktiker in Österreich

Der Wunsch vieler Menschen in Österreich heilend und helfend tätig zu sein, kann aber nicht einfach verboten werden. Er brennt in vielen Menschen und das ist auch gut so. Denn es gibt viel Leid auf dieser Welt.

Neben den Ärzten gibt es in Österreich keine andere Berufsgruppe, denen das Heilen und Lindern von Krankheiten erlaubt ist. Eine Ausnahme stellen die Psychotherapeuten bei psychischen Krankheiten dar. 

Aber was ist mit den Physiotherapeuten, den Heilmasseuren und anderen therapeutischen Berufen in Österreich? 

Das sind medizinisch-therapeutische Hilfsdienste und die Therapeuten dürfen ohne Anordnung des Arztes kranke Menschen nicht behandeln.

Das ist ein Umstand, der selbst den hoch ausgebildeten Physiotherapeuten nicht gefällt. Zurecht meiner Meinung nach!

In Deutschland ist das anders. Dort können die gut ausgebildeten Physiotherapeuten die Überprüfung zum Heilpraktiker machen und erwerben somit eine uneingeschränkte Heilerlaubnis. Somit dürfen sie auch ohne Arzt kranke Menschen behandeln.

Aber das ist eine andere Geschichte. Bleiben wir bei jenen, die in der Mitte ihres Lebens den Ruf des Heilens in sich spüren und mit natürlichen Methoden helfen möchten. 

Die Regierung in der Schweiz hat erkannt, dass der Heilpraktiker ein wertvoller Beruf ist. So wurde bei unseren Nachbarn im Jahr 2015 der Heilpraktiker bzw. der Naturarzt als anerkanntes Berufsbild eingeführt

Lassen sich Österreicher in der Schweiz oder in Deutschland zum Heilpraktiker  ausbilden, dann haben sie keine Berufsberechtigung und sind vom Gesetz her gezwungen "halb" illegal zuarbeiten. Vom Gesundheitsrecht ist die Ausübung der Heiltätigkeit verboten. Vom Gewerberecht gibt es den Gewerbeschein für Energetiker, den viele als "Hintertür" für ihre Heiltätigkeit verwenden.

Die Ärzte haben vom österreichischen Gesetzgeber ein Machtmonopol zugesprochen bekommen, das sie mit allen Mitteln verteidigen. 

Was macht aber ein Mensch, der mit 36 oder 40 Jahren die Berufung in sich spürt, anderen Menschen heilend und helfend zur Seite zu stehen?

Was machen Menschen, die in jungen Jahren kein Medizinstudium schaffen, weil sie eventuell mit anderen Themen zu kämpfen haben? Für viele ist ein Medizinstudium einfach nicht möglich.

An der medizinischen Universität in Graz gibt es jährlich 1.500 Bewerber für ca. 300 Studienplätze. Und die offizielle Seite jammert von einem Ärztemangel. Wäre es nicht sinnvoller, mehr Studienplätze zu finanzieren?

Nebenbei bemerkt, kommt die Naturheilkunde in der Ärzteausbildung gar nicht vor. Wenn ein approbierter Arzt mit naturheilkundlichen Mittel arbeiten möchte, muss er mit Angriffe aus seiner eigenen Standesvertretung und mit Berufsverbot rechnen. Das fürchten viele Ärzte in Österreich und bleiben daher bei der Schulmedizin. 

😊Sollten wir in Österreich nicht doch den Heilpraktiker legalisieren? 😊


Wenn in Österreich für jemanden ein Medizinstudium nicht möglich ist, dann gibt es keine Chance einen anderen Heilberuf zu erlernen. Was bleibt sind medizinisch-therapeutische Hilfsdienste und das Energetikergewerbe.
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Darf ein Heilpraktiker in Österreich arbeiten?

Seit ein paar Jahren gibt es in Österreich den Verband der Naturheiltherapeuten. Sie haben es sich zum Ziel gemacht einen anerkannten Berufsstand zu etablieren. Das ist ein sehr lobenswertes Ziel doch die Grundlage einer naturheiltherapeutischen Arbeit ist und bleibt auch für Naturheiltherapeuten der Gewerbeschein für energetische Dienstleistungen. Die Standesvertretung der Humanenergetiker ist sehr bemüht den gesetzlichen Rahmenbedingungen zu gefallen. Die Naturheiltherapeuten streben hingegen ein höheres Ziel an: sie möchten mit natürlichen Mitteln helfend und heilend den Menschen unterstützen.

Der Clou daran ist, dass für den "Energetiker-Schein" keine Qualifikation notwendig ist und ein jeder Laie andere beraten und behandeln darf, solange er nicht gegen den Kurpfuscher Paragraph verstößt (und nicht angezeigt wird). 

Zusammengefasst kann gesagt werden, dass es in Österreich gar keine Lösung gibt. Fragt man einen Juristen aus der Ärztekammer dann wird dieser antworten: "Gewerbsmäßige Heiltätigkeit ist nur den Ärzten vorbehalten!"

Fragt man einen Juristen aus der Wirtschaftskammer, welcher die Energetiker vertritt, dann wird dieser antworten: "mit Nicht-wissenschaftlichen-Methoden können auch Energetiker ganz ohne Ausbildung helfen und Geld dafür verlangen".

Eines ist mir persönlich ganz wichtig: Heilpraktiker oder Naturheiltherapeut sollten sich nicht als "Minidoktor" versuchen -  das geht in die Hose. Der Heilpraktiker verfügt zwar über ein fundiertes medizinisches Fachwissen, doch die primäre Aufgabe ist die Spezialisierung in einem naturheilkundlichen Fachgebiet.

So will es zumindest das Heilpraktikergesetz in Deutschland und die Zusammenarbeit von Ärzten und Heilpraktikern ist für alle ein Gewinn. 

"Der Heilpraktiker sollte sich nicht als Minidoktor versuchen. Sondern sich seiner Aufgabe als Fachexperte in Naturheilkunde bewusst werden."

Die Heilpraktikerausbildung in Deutschland?

Nun ja, das Gesetz in Deutschland sieht für den Heilpraktiker keine Ausbildung vor. Das ist ein Umstand, der selbst dem Berufsverband der deutschen Heilpraktiker nicht gefällt. Weil sie dadurch angreifbar sind. Die Heilpraktiker wurden in der Vergangenheit von den Ärzten, oft zurecht, kritisiert. 

Ärzte haben einen langjährigen und mühsamen Ausbildungsweg hinter sich und müssen zahlreiche Prüfungen ablegen, bis sie die Approbation erlangen.

Die Heilpraktiker hingegen stellen einen schriftlichen Antrag beim zuständigen Landkreisamt und müssen sich lediglich einer schriftlichen und mündlichen Überprüfung stellen. Bei dieser Heilpraktikerüberprüfung soll festgestellt werden, ob der Kandidat eine Gefahr für die Bevölkerung darstellt.

Verständlicherweise stieß dieser Umstand auf berechtigte Kritik in der Ärztegesellschaft.

Die Verbände der Heilpraktiker in Deutschland haben in den letzten Jahrzehnten immer wieder versucht die Politik dazu zu animieren, eine allgemeingültige Regelung für die fachliche Kompetenz und Ausbildung zu schaffen. Leider ergebnislos.

Da der Gesetzgeber bis heute nicht reagiert hatte, versuchte der Dachverband der deutschen Heilpraktiker dieses Problem mit einer besonders anspruchsvollen Berufsberechtigungsprüfung zu beheben.    

Es wurde sowohl in der Prüfungsvorbereitung als auch für die Prüfung selbst ein hoher Qualitätsstandard eingeführt.

Die derzeitige Heilpraktikerüberprüfung hat es wirklich in sich.

Der Kandidat muss zunächst eine schriftliche Prüfung bestehen und darf dann seine praktischen Fähigkeiten bei einem mündlichen Fachgespräch vor 2 Amtsärzten und einem Heilpraktiker unter Beweis stellen.

Selbst gut ausgebildete Ärzte fallen bei dieser Prüfung durch. Mittlerweile zählt die Heilpraktikerüberprüfung zu den schwersten Berufsprüfungen in ganz Deutschland. 

Ohne fundiertes theoretisches und praktisches Wissen ist die Heilkpraktikerüberprüfung nicht zu bestehen. 

Laut Statistiken der deutschen Prüfungskommissionen fallen bei jeder Prüfung 80% der künftigen Heilpraktiker:innen durch. Somit wurde indirekt für einen sehr hohen Qualitätsstandard in der fachlichen Vorbereitung für die angehenden Heilpraktiker gesorgt. 

Die Heilpraktikerschulen bieten mittlerweile Ausbildungen auf höchstem medizinischen Niveau an und die Kanditat:innen werden von angesehen Universitätsprofessoren unterrichtet.

Wäre das nicht auch eine gute Option für Österreich?

Heilpraktiker bzw. Naturarzt in der Schweiz

Bei unseren Nachbarn herrschte bis vor kurzem noch Chaos. So war in manchen Kantonen der Heilpraktiker ein angesehener und legaler Beruf und in anderen Kantonen war er gesetzlich verboten. Allerdings reagierte der Schweizer Gesetzgeber nach deutschem Vorbild.

Im Jahre 2015 wurde der Heilpraktiker bzw. der Naturarzt für alle Kantone legalisiert. Die Schweizer Regierung hat diesen Beruf als sehr wichtig beurteilt und es gibt mittlerweile großartige Ausbildungen in diesem Beruf.

Wann ist jemand ein Kurpfuscher in Österreich?

Das Recht kranke Menschen zu Heilen und Geld dafür zu nehmen ist in Österreich den Ärzten vorenthalten. 

Der Gesetzgeber hat den Ärzten die gesamte Hoheit über das Recht des Heilens von Krankheiten übertragen. Es ist nur verständlich, dass die Vertretung der Ärzte dieses Machtmonopol unter keinen Umständen abgeben möchte. Denn schließlich ist das Geschäft mit kranken Menschen ein Milliardengeschäft, in welchem die Pharma- und die Medizin-Industrie viel Geld verdienen.

Im österreichischen Strafgesetzbuch ist der Kurpfuscherparagraph definiert. Dieser Paragraph klärt die Frage der Bezahlung für heilende Tätigkeiten. 

§ 184 - Kurpfuscher

"Wer, ohne die zur Ausübung des ärztlichen Berufes erforderliche Ausbildung erhalten zu haben, eine Tätigkeit, die den Ärzten vorbehalten ist, in Bezug auf eine größere Zahl von Menschen gewerbsmäßig ausübt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen zu bestrafen."

In diesem Paragraph ist die gewerbsmäßige Ausübung der Heiltätigkeit geregelt. Wer also ohne finanzielle Gegenleistung behandelt kann gerichtlich nicht verfolgt werden.

Was in Österreich fehlt ist eine Lobby für Naturheiltherapeuten und Heilpraktiker. Die Ärzteschaft ist sehr finanzstark und mächtig und sie verstehen es geschickt in der österreichischen Innenpolitik zu intervenieren. 

Warum bin ich trotzdem Heilpraktiker geworden?

Ganz einfach: ich bin ein Spätberufener und bemerkte meine brennende Leidenschaft für die Naturheilkunde im erst Mittleren Alter. Mit 40 Jahren wurde mir klar, was ich wirklich beruflich wollte.

Als Familienvater mit 40 Jahren ein 6 jähriges Studium zu beginnen und ohne Einkommen zu sein, war nicht wirklich attraktiv. Vor dem Studium gibt es in Österreich ja noch eine andere große Hürde: die Aufnahmeprüfung für das Studium.

Für das Auffrischen meines Maturawissens hätte ich wohl schon 1 Jahr Vorbereitungszeit gebraucht. Nein, für ein Medizinstudium war es für mich definitiv zu spät. 

Ich entschied mich also gegen den Strom zu schwimmen 😉👍 und wählte einen direkteren Weg.

Ich habe eine langjährige Ausbildung zum Heilpraktiker in diversen deutschen Akademien absolviert. Ausgebildet wurde ich von Ärzten, Heilpraktikern und Hochschulprofessoren.

Viele meiner Kollegen in Deutschland fragten mich jedoch:

"Du bist ja aus Österreich? Warum tust du dir diese aufwändige Heilpraktikerausbildung überhaupt an, wenn du den Beruf in deinem Land gar nicht ausüben darfst?"

Tja, eine gute Frage. Ich spürte jedoch eine innere Stimme, die mir dazu riet und ich wollte vor allem mehr über den Menschen, Krankheiten, Naturheilkunde und Medizin wissen. Allein das Wissen, das ich mir durch diese Ausbildungen angeeignet hatte, lohnte sich für mich.

Trotz vieler Widerstände bin ich jahrelang nach Deutschland zu den Ausbildungstreffen gefahren und ich habe viel Zeit, Energie und Geld dafür investiert.

Nebenbei bemerkt, ist es als Ausländer in Deutschland nicht ganz einfach zur Heilpraktikerprüfung zugelassen zu werden. Die Erteilung der Heilerlaubnis setzt einen Hauptwohnsitz im entsprechenden Landkreis voraus. Mein Hauptwohnsitz war allerdings in Österreich.

Aber ein jeder Widerstand kann bewältigt werden. So gibt es auch in Österreich viele freundliche Menschen. Ein Bekannter erzählte mir augenzwinkernd: "Als EU-Bürger darfst du in mehreren EU-Ländern gleichzeitig einen Hauptwohnsitz inne haben!" 

Ich meldete mich also bei Freunden in Deutschland mit  Hauptwohnsitz an und somit war der Weg für mich frei.

Die Verfolgung der Heilpraktiker in Österreich

Jahrzehntelang wurden die Heilpraktiker, Energetiker und Naturheiltherapeuten in Österreich von der Ärzteschaft verfolgt und angeklagt. Viele wurden  in der Vergangenheit verurteilt und ins Gefängnis gesteckt:

Trotz all der Anfeindung durch die Ärzteschaft haben diese Pioniere ihre Berufung nicht verraten und weitergemacht. Viele von ihnen behandelten kostenlos oder gegen eine freiwillige Spende kranke Menschen behandelt. Heute sind ihre Rezepturen und Teemischungen sogar noch erhältlich und helfen bei zahlreichen Beschwerden. So ist zum Beispiel die Kortoni-Salbe bei vielen Bein- und Knochenverletzungen hilfreich.

Ehrlicherweise muss an dieser Stelle aber auch gesagt werden, dass die Ärztekammer die Energetiker und ähnliche Berufsgruppen nicht mehr so streng verfolgt wie noch vor ca. 20 Jahren. 

Ärzte gegen Heilpraktiker

In früheren Jahren wurden Privatdetektive beauftragt, um Kurpfuscher und Energetiker vor den Richter zu bringen. 

Die Ärzteschaft hat zahlreiche Prozesse verloren und sich gehörig die Finger verbrannt bei so manchen Anschuldigungen. Hier ein kleiner Auszug der Errungenschaften der Naturheiltherapeuten und Heilpraktiker in Österreich:

Fazit

Das Recht für heilende Tätigkeit Geld zu verlangen steht in Österreich nur den Ärzten zu. Diese verfügen über eine langjährige und wissenschaftlich fundierte Ausbildung. Neben den Ärzten gibt es die medizinisch-therapeutischen Hilfsdienste und den Energetiker.

Heilpraktiker in Österreich haben laut Gesetz Berufsverbot bzw. der Beruf kommt im österreichischen Gesetz gar nicht vor. Sie können jedoch über den Gewerbeschein für Energetiker trotzdem gewerbsmäßig tätig sein. Das ist ein Kuriosum, das es wohl nur in Österreich gibt.

Was bei uns fehlt ist eine anerkannte Fachkraft für Naturheilkunde. In Deutschland und in der Schweiz gibt es dafür den Heilpraktiker und den Naturarzt. Auch in zahlreichen anderen Ländern (Holland, Großbritannien, Frankreich, Spanien usw.) dürfen "Nichtärzte" heilend tätig sein ohne eine strafrechtliche Verfolgung befürchten zu müssen. 

Mein großer Traum wäre es, dass irgendwann der Naturheiltherapeut oder Heilpraktiker in Österreich nicht mehr verfolgt wird und ein anerkannter Beruf ist. Menschen, die heilen und helfen möchten sind keine Verbrecher. Ganz im Gegenteil. Sie umarmen Bäume, machen auf die Natur aufmerksam und helfen auf sanfte Art und Weise.

Es sind mittelalterliche Methoden Energetiker und Naturheiltherapeuten zu verfolgen und zu bestrafen nur weil sie leidenden Menschen helfen möchten.

Es wäre eine schöne Geste des Gesetzgebers, würde diesen Menschen ein angerkanntes und etabliertes Berufsbild gegeben. Ich bin mir sicher, dass die Ärzte deswegen nicht weniger Ansehen hätten und vielleicht würden sie durch eine Kooperation mit Heilpraktiker sogar profitieren  😁😊😊.


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