Ich bin wie meine Mutter, sagte sie im Coaching

Die Klientin kam zu mir wegen Alkoholprobleme. Ich erwähnte im kosten.freien Erstgespräch, dass ich nicht wisse, ob ich ihr helfen könne. Denn Alkoholprobleme sind meist sehr komplex. 

Wir unterhielten uns über ihr Trinkverhalten und schnell wurde mir klar, dass meine neue Klientin es wirklich ernst meinte mit dem Alkoholentzug. Schließlich trank sie schon seit 3 Wochen keinen Tropfen mehr. Und das ganz ohne ärztliche Hilfe. Selbstentzug hieß ihre Devise.

Hinweis: sollten Sie mit Alkoholproblemen kämpfen, ist es unbedingt notwendig ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen!

Die körperlichen Symptome bei meiner Klientin waren: ständige Unruhe und Weinkrämpfe mehrmals am Tag. Dieses unkontrollierte Weinen nervte sie extrem und sie konnte nichts dagegen tun. 

Meine Neugierde war somit geweckt und ich willigte ein, sie seelisch zu begleiten.

Im Coaching unterhielten wir uns zunächst über die Symptome:

  • Unruhe
  • ständige Nervosität
  • Weinkrämpfe und
  • Unzufriedenheit mit sich selbst

Das könnten doch klassige Symptome eines Alkoholentzugs sein, oder nicht? 

Doch eine innere Stimme sagte mir, dass dem nicht so sei. Also machten wir uns auf die Suche. 

Ich führte meine Klienten in die ganzheitliche Klopfakupressur ein und wir begannen so die naturheiltherapeutische Sitzung.

Wir starteten damit, die Symptome zu beklopfen. Wir bedienten uns der inneren Teilearbeit. Dh, meine Klientin stellte sich vor, dass all ihre Symptome in Form einer Gestalt ihr auf einem anderen Sessel gegenüber saßen.

Das bereitete ihr große Schwierigkeiten. Sie lenkte ständig ab, begann zu weinen und musste das Klopfen unterbrechen und nach neuen Taschentüchern suchen. Sie unterbrach damit den Kontakt zu mir und zu ihrem inneren Anteil.

Kostenloses Erstgespräch - auch online

Ich nehme mir gerne Zeit für ein erstes Kennenlernen bei dem es ganz um SIE und ihre individuelle Situation geht. So können wir beide feststellen, ob mein Zugang Ihnen weiterhilft.

Deflektion des tiefen Schmerzen

Aus der MET-Klopftherapie war mir das Verhalten meiner Klientin vollkommen klar. Sie deflektierte ständig. Das bedeutet, dass sie den eigentlichen seelischen Schmerz nicht spüren möchte. Sie unterbracht ständig den Kontakt zu ihrem Schmerz.

Meist erlebe ich solche Situationen, wenn der Klient denkt, dass er "Schuld" auf sich geladen hätte oder wenn ein anderer ganz großer Schmerz dahinter liegt.

Wir Menschen wollen den großen Schmerz natürlich nicht spüren und dadurch unterbrechen wir den Kontakt zu diesem Schmerz. Wir vermeiden die Konfrontation damit.

Die Aufgabe des Klopftherapeuten besteht allerdings darin genau diesen Kontakt zu dem Schmerz her zu stellen und durch das Klopfen zu neutralisieren.

Der Klopftherapeut macht sich wie ein Detektiv auf die Suche nach den Ursachen des psychischen Schmerzes. Ist dieser gefunden, geschieht die Heilung mit dem Klopfen fast von alleine!"

"Wie soll denn dein Symptomkomplex heißen?" fragte ich meine Klientin?

"Wie meinst du das?" fragt sie mich verwirrt.

"Na ja, du hast diesen inneren Anteil erschaffen, damit er dich auf etwas aufmerksam macht. Wie wollen wir das ganze jetzt nennen?" entgegnete ich.

Plötzlich kam es wie aus der Pistole geschossen:

"NERVI!"

Nervi wurde entdeckt

Wir machten Fortschritte. Wir nannten ihren inneren Anteil, der für die Symptome verantwortlich war also "Nervi!"

Also klopften wir weiter die Nieren 27 Punkte aus der MET Klopftherapie. Aber irgendwie stockte das Ganze wieder. Ich fragte, wann denn der Nervi geboren bzw. erschaffen wurde?

herzchakra

Schnell antwortete meine Klientin, dass er in der Kindheit entstand und sie ihn als Schutz gegen ihre Mutter brauchte.

Wir waren der Sache also auf der Spur und unterhielten uns über ihre Mutter. Sie war eine lieblose Person und meine Klienten hatte von ihr nie Wärme, Kuscheleinheiten oder Zuwendung bekommen.

Trotzdem schafften wir den großen Durchbruch noch nicht. Die Klientin antwortete mir: "Mein Mutterthema habe ich schon so oft bearbeitet. Ich habe schon Psychotherapie, eine psychische Reha und vieles mehr hinter mir. Ich habe ihr bereits vergeben!"

Ich war also wieder am Anfang. 

Anscheinend gab es da noch einen inneren Anteil in ihr, den wir bisher noch nicht kannten. Weder meine Klientin noch ich!

Also begannen wir diesen inneren unbekannten Anteil zu beklopfen (am Karatepunkt):

"Auch wenn ich den inneren Anteil, der mir diese Probleme bereitet noch nicht kenne, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin!"

Dann klopften wir alle Therapiepunkte: "Mein innerer unbekannte Anteil, der mir in meinem jetzigen Leben Probleme bereitet!"

Plötzlich stockte meine Klientin und die Tränen begannen unaufhörlich zu fließen. 

Die Tränen begannen zu fließen

"Ich weiß jetzt, was mein Problem ist! Ich bin zu meiner Mutter geworden. Auch ich habe meine Kinder mit Lieblosigkeit bestraft! Ich habe sie oft so behandelt, wie ich selbst von meiner Mutter behandelt worden bin."

Das war wirklich ein sehr bewegender Moment. Meine Klienten konnte das erste Mal über diese Schuld, die sie in sich trug, sprechen. Wir schafften in nur einer Sitzung einen  wirklich großen Durchbruch. 

Ich machte ihr klar, dass sie eigentlich stolz sein konnte. Denn sie stellte sich ihren Problemen. Sie wagte den Blick in den Spiegel der Selbsterkenntnis und zog ihre Lehren daraus. Das verdiene die größte Hochachtung.

Derartige Schuldgefühle können in einer Therapiesitzung jedoch nur bedingt aufgelöst werden. Ein wichtiger Schritt für meine Klientin war es, mit ihren Kindern ein Gespräch zu suchen und um Entschuldigung zu bitten. Der Aktionplan war also klar: Gespräch mit den Kindern und falls Nervi wieder auftauchen sollte, dann wusste sie, wie sie ihn beklopfen konnte.

Das tat sie auch. Bei der nächsten Sitzung erzählte sie mir, dass sie mit ihren beiden Kindern, die bereits erwachsen waren, ein wunderbares Gespräch hatte. Beide sagten zu ihr, dass sie sie lieben würden und ihr verziehen hätten. Denn schließlich erkannten die Kinder schon längst mit welchem Leid die Mutter zu kämpfen hatte.

Die größte Heilkraft ist immer noch die Kraft der Liebe!

Das ist wohl meine Lehre, die ich aus dieser sehr bewegenden Geschichte gelernt habe!


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