„Im Tunnel hatte ich plötzlich Angst“, sagte der Feuerwehmann zu mir

Manche Menschen haben Angst in Tunneln. Sie nehmen große Umwege mit ihren PKW in Kauf, um ja nicht durch einen Tunnel fahren zu müssen. Wenn sie in den Tunnel hineinfahren bekommen sie ein beklemmendes Gefühl, Schweißausbrüche und zittrige Hände.

"Ich bekam zittrige Hände, hatte das Gefühl die Kontrolle über mein Auto zu verlieren und die schlimme Angst davor, dass etwas schlimmes passieren könnte." erzählte mir mein Klient in der naturheilkundlichen Behandlungsstunde: Mario W., 39 Jahre, Familienvater, verheiratet und Angestellter in einer verantwortungsvollen Position.

Er hatte im Vorfeld bereits angemerkt, dass er sich diese "komische" Raktion seines Körpers nicht erklären könne. Auf meine Frage hin, ob er schon beim Arzt war, antwortete mein Klient: "Ja, das Arztgespräch hat ca. 10 Minuten gedauert und ich habe Adjuvin verschrieben bekommen!"

Ich erlebe oft in meiner Praxis, dass der Arzt für seine Patienten wenig Zeit hat und diese dann mit Medikamenten versorgt werden. Das lindert zwar die Symptome, behebt aber keine Ursachen. Der Patient kommt dann in die Arztpraxis um das Rezept zu verlängern. Psychotherapeutische Unterstützung gibt es meist keine.

Symptome einer Panikattacke

Mein Klient hatte mir die typischen Symptome einer Panikattacke beschrieben:

  • Zittern
  • Herzklopfen
  • Atemnot
  • Schweißausbruch
  • Engegefühl im Hals

Wenn er am Lenkrad seines PKW´s in einen Tunnel fuhr, dann bekam er diese Symptome. Natürlich konnte er sich nicht erklären, weshalb sein Körper plötzlich verrückt spielte.

"Gab es in ihrem Leben ein Geschehen, wo ihr Leben in Gefahr war?", fragte ich ihn beim kosten.freien Erstgespräch. "Nein, ich hatte weder einen Unfall, noch war ich wirklich schwer krank in meinem Leben!", antwortete er mir.

Er konnte sich also an kein einschneidendes Geschehen aus seinem Leben erinnern. Dennoch war mir klar, dass Panikattacken nicht aus heiterem Himmel auftreten. Es muss dafür eine oder mehrere ursächliche Begebenheiten in seinem Leben gegeben haben. Das Gehirn spielt nicht "einfach so" mal verrückt.

Panikattacken haben immer eine Ursache

Liest man in der Fachliteratur nach, so werden folgende Ursachen für Panikattacken beschrieben:

  • genetische Dispositionen
  • Stress
  • andere Grunderkrankungen (zB: Depressionen)
  • ängstliche Persönlichkeitszüge
  • belastende Erlebnisse

Laut meiner Erfahrung nach entstehen Panikattacken vor allem dann, wenn existenz- oder lebensbedrohliche Situationen vom Betroffenen durchgemacht wurden. Genetische Dispositionen spielen bei Panikattacken eine untergeordnete Rolle.

Häufig reagiert der Klient mit einem natürlichen Verdrängungsmechanismus. Das oder die Erlebnisse werden in das Unterbewusstsein verdrängt. Irgend wann kommt der Körper nicht mehr damit zurecht und reagiert mit entsprechenden Symptomen. 

So können zum Beispiel

  • Unfälle (entweder selbst erlebt, weitererzählt oder beobachtet)
  • von einem anderen Menschen mit Gewalt bedroht werden
  • Gewalterlebnisse und Vergewaltigungen
  • Medizinische Interventionen (unbedachte Diagnoseäußerungen, Operationen, Injektionen, negativ empfundene Folgen einer Impfung)

zu Panikattacken führen. Bei meinem Klienten war die Sache etwas verstrickter. Denn er meinte:

"ich führe ein glückliches und erfülltes Arbeits- und Familienleben!"

Also begaben wir uns auf die Suche.

Ganzheitliche Klopfakupressur hilft bei Panikattacken

Ich führte meinen Klienten zunächst in die Welt der ganzheitlichen Klopfakupressur ein.

Dazu versuchten wir die Symptome latent wachzurufen, die er bei seiner letzten Panikattacke hatte. Nachdem uns das gelungen war, schätzte er den Wert auf der Belastungsskala ein:

Belastungswert: 9

Wir begannen also mit dem Einstimmungssatz und stimulierten den heilenden Punkt.

Chapmanpunkt oder heilende Punkt

"auch wenn ich Atemnot und zittrige Hände bekomme, wenn ich in den Tunnel fahre, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin!"

Nach ein paar Klopfrunden sank der Belastungswert auf 5. Weiter runter ging es nicht. Für mich ein Hinweis, dass hinter diesem Thema ein weiteres belastendes Erlebnis liegen muss.

tipp:

Anleitung zur ganzheitlichen Klopfakupressur

Die ganzheitliche Klopfakupressur ist einfach zu erlernen. Sieh dir diese einfache Anleitung an und du kannst sofort mitmachen!

Klopfakupressur für belastende Erlebnisse

Für die weitere Vorgehensweise war daher therapeutisches Geschick gefragt. Also begann ich Fragen zu stellen:

"Hast du schon mal einen Unfall beobachtet in einem Tunnel?" Mein Klient antwortete zuerst mit "nein". Doch dann stockte er und fügte an:

"Ich war früher allerdings bei der freiwilligen Feuerwehr und da war ich öfter als Helfer bei Unfällen mit dabei. Was ich da gesehen habe, war teilweise dramatisch."

"Versuche dich an eine besonders dramatische Situation als Feuerwehrmann zu erinnern."

Er dachte kurz nach und erzählte mir von einem Unfall, der damals sehr schlimm für ihn als Helfer war. 

"Wie sehr belastet dich diese Szene jetzt?", fragte ich ihn! Er antworete: "das ist lange her....aber wenn ich darüber nachdenke, war das schon heftig!", antwortete mein Klient.

Wir waren der Sache bereits auf der Spur. Es stellte sich schließlich heraus, dass dieser Hilfseinsatz für meinen Klienten traumatisch war. Mit der Traumatechnik aus dem MET lösten wir dieses Situation auf. 

Als wir wieder den Wert der Belastungsskala erkundeten, war dieser noch immer auf 5. Das überraschte mich etwas, da ich der Meinung war, dass durch das Lösen des Traumas, die Panikattacken aufgelöst wären. Doch dem war offensichtlich nicht so.

Also forschten wir weiter. Mein Klient erinnerte sich auch noch an weitere schlimme Erlebnisse aus seiner Kindheit, die wir beklopften. Da waren zum Beispiel ein Fahrradunfall und weitere Feuerwehreinsätze mit dabei. Trotzdem konnten wir den Belastungswert der Panikattacke nicht senken.

Nachdem wir sozusagen das halbe Leben meines Klienten durchgeklopft hatten, kamen wir nicht weiter. 

Schließlich erinnerte ich mich an einen anderen Fall, in welchem die Klienten immer wieder durch ein Geräusch in Panik versetzt wurde. 

Es war also einen Versuch wert:

"erinnerst du dich vielleicht an ein Geräusch, dass in der Vergangenheit traumatisch für dich war?"

Mein Klient verzog plötzlich das Gesicht und meinte: "ja, da war neulich ein Unfall auf der Autobahn, die ganz in der Nähe meines Wohnhauses verläuft. Ich hörte den Aufprall und dabei zog es mich innerlich zusammen!"

BINGO!

Mein Klient wurde diesen Knall des Aufpralls nicht los. Dieser Laut versetzte sein Nervensystem in Alarmbereitschaft und kompensierte all die Hilfseinsätze, die er als Feuerwehrmann erlebt hatte.

Wir beklopften das Geräusch und all die Bilder und weiteren Sinneseindrücke, die in diesem Zusammenhang hochkamen. Schließlich konnten wir den Belastungswert dieses Mal auf 0 senken. Danach erarbeiteten wir ein Kraftmantra:

"ich bin beschützt und geführt und bleibe in Sicherheit!"

Dieses Mantra verankerten wir durch das Beklopfen der Thymusdrüse. Das war dann auch seine Hausaufgabe. Mindestens einmal am Tag die Thymusdrüse mit seinem Kraftmantra klopfen. 

Nach mehreren Wochen rief mein Klient an um mir zu berichten, dass er vor kurzem mit dem Auto durch einen Tunnel gefahren war. Als er hineinfuhr spürte er eine leichte Nervosität, die Panikattacke war allerdings verschwunden. Die Nervosität konnte er ganz leicht in den Griff bekommen, indem er klopfte und sein Kraftmantra verinnerlichte.

Fazit

Wir sehen also, dass es nicht immer einfach ist den Ursachen einer Panikattacke auf den Grund zu gehen. Doch die Arbeit lohnt sich und es ist wichtig, dass wir mehrere Stationen unseres Lebens durchgehen und beklopfen.

Oft ist es so, dass mehrere Erlebnisse energetisch und emotional miteinander verbunden sind. Und irgendwo gibt es noch einen kleinen aber bedeutenden Knoten, der eine endgültige Auflösung der Panikattacke blockiert.

Ich kann dir also wirklich empfehlen an der Sache dran zu bleiben und immer wieder zu klopfen.


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