Das Gefühl der Dankbarkeit

Dankbarkeit ist ein positives Gefühl. Es kann im Menschen durch Gedanken und Einstellungen erzeugt werden. Das Schöne daran ist, dass die Hormonausschüttung im Gehirn sofort angekurbelt wird, wenn der Mensch in ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit kommt. Diese Hormone versetzen den Menschen in ein Glücksgefühl und es geht im besser. Experten sprechen auch vom natürlichen „Gehirndoping“

Forschungen zeigen: Dankbarkeit verändert unser Gehirn und macht die Menschen glücklicher und zufriedener im Leben. Im Buddhismus zum Beispiel ist Dankbarkeit eine zentrale Rolle um sein Bewusstsein zu erweitern.

Doch wofür können wir eigentlich dankbar sein im Leben?? Ich gebe hier ein paar Anregungen:

Dankbarkeit

Ich bin dankbar für…

  • meine Gesundheit
  • für eine wunderbare Partnerschaft
  • dass ich jeden Tag genug zu essen und zu trinken habe
  • dass ich in Frieden leben darf
  • dass ich mich selbst verwirklichen darf
  • für meinen Freundeskreis
  • für die wunderbare Landschaft, die mich umgibt
  • dass ich einen wunderbaren Beruf habe
  • dass ich geliebt werde
  • dass ich Menschen um mich habe, die ich aus ganzem Herzen liebe

Damit wir das Gefühl der Dankbarkeit in uns entstehen lassen können, bedarf es einer wichtigen Voraussetzungen:

Werte erkennen.

Dankbar sind Menschen meist dann, wenn etwas für sie wertvoll ist. Denn wenn es wertvoll ist, dann besteht die Gefahr, dass es verloren gehen könnte. Je seltener und einzigartiger es ist, desto wertvoller wird es für den Menschen.

Frage dich also: „Was ist in meinem Leben wertvoll?“

Formen der Dankbarkeit

Es gibt verschiedene Formen und Beweggründe für Dankbarkeit. Dankbarkeit ist bei viele Menschen ein positiver Wesenszug, der das Leben in vielerlei Hinsicht erleichtert. So gelingen Beziehung mit Dankbarkeit besser es erleichtert das soziale Zusammenleben. Es macht auf längere Sicht Menschen glücklicher und ausgeglichener und es hat eine positive Wirkung auf die Gesundheit.

Ich habe hier ein paar Formen der Dankbarkeit angeführt:

Gesundheit

Die Gesundheit ist das höchste Gut des Menschen. In den meisten Umfragen wird von den Befragten angegeben, dass die Gesundheit das Wichtigste sei für sie. Doch im Trubel unseres Alltages fällt es oft schwer dankbar für unsere Gesundheit zu sein. Unsere Beine, unsere Arme und unser gesamter Körper funktioniert einfach, ohne, dass wir dafür etwas tun müssen. Das ist sicher ein guter Grund dankbar zu sein.

Dankbarkeit und Spiritualität

Dankbarkeit hat in vielen Religionen einen festen Platz. Dazu gehört die Dankbarkeit für die göttliche Existenz oder auch für die Schöpfung an sich. Es wird nicht als selbstverständlich angesehen, dass der auf Erden leben darf. Tiefe religiöse Dankbarkeit bewirkt in vielen Menschen Erfüllung und wahre innerliche Transformation.

Familie

Eltern sind meist dankbar für ihre wunderbaren Kinder. Obwohl es nicht immer einfach ist als Familie zusammen zu leben. Dankbarkeit kann viele Konflikte innerhalb der Familie lösen und heilen.

Frieden

Menschen, die Krieg miterlebt haben sind für friedliche Zeiten dankbar. Leider geht diese geistige Einstellung in der modernen Welt verloren. Der Frieden wird als „Selbstverständlichkeit“ angesehen. Blickt man jedoch in andere Länder so erkennt man sehr rasch, dass Frieden nicht immer alltäglich ist. Ich finde, wir in Europa sollten für unseren Frieden sehr dankbar sein.

Dankbarkeit und Wissenschaft

Die Dankbarkeit wird schon seit vielen Jahren erforscht. Es konnte nachgewiesen werden, dass tiefe Dankbarkeit unser Gehirn verändern kann.

Der Forscher Robert Emmons aus Kalifornien gehört zu den ersten Wissenschaftlern, die sich ernsthaft mit der Dankbarkeit beschäftigt haben. In einer aufsehenerregenden Studie aus dem Jahre 2003 fand er mit Kollegen heraus, dass regelmäßige Gefühle der Dankbarkeit sich positiv auf folgende Krankheiten auswirkt:

  • Angstzuständen
  • Phobien
  • Depressionen
  • Panikattacken
  • Herzerkrankungen dankbarl

Die Dankbarkeit ist der direkte Weg zu einem erfüllten und glücklichen Leben. Die Dankbarkeitspraxis kann dein Leben in eine völlig neue Richtung lenken.

Mit der Dankbarkeit kannst du innerlich wachsen. Du beginnst immer mehr das Positive in deinem Leben zu erkennen. Und dein Selbstbewusstsein stärkt sich ganz von alleine.

9 sofort Umsetzbare Übungen für mehr Dankbarkeit und Glück im Leben

1. Die Dankbarkeitsbox

Du brauchst folgende Werkzeuge für die Dankbarkeitsbox:

  • eine Schuhschachtel oder eine Box aus Karton
  • jede Menge Zettel
  • Stifte
  • Mappe (Schnellhefter)

Das läuft folgendermaßen ab:

Du nimmst die Schuhschachtel und platzierst sie so in deiner Umgebung, dass du jederzeit darauf Zugriff hast.

  • Jedes Mal, wenn du für etwas dankbar bist, schreibst du das auf einen Zettel (mit Datumsvermerk) und wirfst ihn in die Schuhschachtel.
  • Jedes Mal, wenn dir etwas Schönes widerfahren ist, schreibst du es ebenfalls auf einen Zettel (mit Datumsvermerk) und wirfst ihn in die Schuhschachtel.

Am Abend setzt du dich dann hin und nimmst einen Zettel nach dem anderen heraus und liest dir die Notizen nochmal durch. Versuche dich genau daran zu erinnern und behalte diese Erinnerung in deinem Herzen. Frage dich: Warum bin ich dafür dankbar? Die Zettel vom heutigen Tag legst du in einer Dankbarkeitsmappe ab.

2. Sag einem anderen Menschen „danke“

Wenn du deine Beziehungen heilen möchtest, dann kann die Dankbarkeit wahre Wunder bewirken. Sag einmal am Tag zu jemandem „danke“. Die Dankbarkeit muss allerdings ernst gemeint sein. Sie muss aus deinem Herzen kommen, damit sie tatsächlich wirkt. Dein Gegenüber wird es merken, wenn du es nicht ernst meinst.

Schreibe dir auf einen Zettel alle Namen von deinen Freunden und Bekannten auf. Schreibe dir dazu, was dich veranlasst diesem Menschen zu danken. Notiere dir die Antworten zu folgenden Fragen:

  • Was hat er für dich getan?
  • Wie hat er dir in der Vergangenheit weitergeholfen?

Du nimmst dir jeden Tag einen Menschen vor, dem du danken möchtest. Wenn du den Menschen nicht persönlich triffst, dann schreibe ihm/ihr eine SMS oder eine Email. Besser noch, rufe ihn an und sag ihm die Worte der Dankbarkeit persönlich.

Wenn du diese Praxis eine Zeit lang machst, wirst du wunderbare Veränderungen bemerken. Du wirst innerlich freier werden und die Menschen in deiner Umgebung werden zu dir immer freundlicher und höflicher werden.

3. Sag zu dir selbst „danke“

Hast du dir schon mal überlegt, was du für dich alles schon getan hast? Dir fällt nichts dazu ein? Dann werde ich dir mal auf die Sprünge helfen:

Preisfrage:

Was ist besonders wichtig und was brauchst du, damit du mit dem Ball spielen kannst?

  • Einen Ball? -> falsch
  • Gute Schuhe -> falsch

Ich sag dir die Antwort:

Du brauchst gesunde Füße. Deine Füße tragen dich den ganzen Tag. Sie funktionieren, ohne dass du daran denken musst. Das machen deine Füße jeden Tag für dich. Sei dankbar, dass du gesunde Füße hast.

4. Die Dankbarkeitsfrage

Am Abend bevor du dich schlafen legst, machst du einen Tagesrückblick. Du fragst dich dabei:

Weshalb bin ich heute dankbar?

Du kannst dir die Antworten in einem Dankbarkeitsbüchlein notieren. Und wenn du mal viel Kraft brauchst in deinem Leben, dann holst du dir das Büchlein hervor und liest darin. Du wirst merken, dass das wahre Seelenmedizin ist.

Dein Dankbarkeitsbüchlein hat die Kraft dich aus den tiefsten Löchern wieder herauszuholen.

5. Der Dankbarkeitsstein

Suche dir einen besonders schönen Stein. Er sollte so groß sein, dass du ihn in die Hosentasche stecken kannst. Trage diesen Stein mit dir. Jedes Mal, wenn du in deine Hosentasche greifst und den Stein bemerkst denke an etwas in deinem Leben, weshalb du dankbar bist.

Halte kurz inne und sage danke zu dir, deinem Leben oder zu Gott.

Warum bin ich dafür dankbar?

6. Der Dankbarkeitsbrief

Setze dich in einer ruhigen Minute zu deinem Schreibtisch, nimm einen Stift und ein Briefpapier. Dann schreibe an dich selbst einen Brief. Du wirst merken, dass sich rasch angenehme Gefühle bemerkbar machen.

  • Wenn du ein guter Freund von dir selbst wärest, wofür wärst du ihm dankbar?
  • Vielleicht deshalb, weil er immer für dich da ist? Oder
  • Weil er darauf achtet, dass du immer genug zu essen und zu trinken hast? Oder
  • Einfach deshalb, weil er dich liebt? Oder
  • Weil er dich bezaubernd findet? Oder
  • Dafür, dass er ein schönes Lächeln hat.

Betrachte dich selbst aus der 3. Person. Und notiere alles, weshalb du dir selbst dankbar bist.

7. Die Buddha-Dankbarkeits-Praxis

Es gibt eine wunderbare Anleitungen aus dem Buddhismus, um negative oder schmerzhafte Begegnungen anders zu beurteilen. Angenommen du begegnest jemanden, der nicht gerade wohlgesonnen dir gegenüber ist.

Vielleicht hat er dich beschimpft? Oder war unfreundlich zu dir.

Die Übung besteht nun darin, dass du den anderen als Buddha betrachtest. Buddha der Erleuchtete ist in die Person des Anderen geschlüpft, um dich zu Lehren.

Frage dich: Lieber Buddha, was möchtest du mich dadurch lehren?

Notiere dir alles was dir dazu einfällt.

Lies dir die Notizen durch und danach bedanke dich bei deinem Buddha für die erhaltene Lehre.

8. Übung der Dankbarkeit: die Danke-Welt-Übung

Gehe hinaus in den Park oder in den Wald und mache einen Spaziergang. Beginne mit Achtsamkeit. Spüre jeden Schritt, den du machst. Achte darauf, wie deine Fußballen die Erde berühren und wie diese Empfindung deinen Beinen emporsteigt.

Lenke deine Aufmerksamkeit in dich hinein. Und wenn du ca. 10 Schritte gemacht hast, gehst du gedanklich aus dir heraus. Du konzentrierst dich auf alles was du im Außen wahrnimmst.

Nimmst du eine Blume wahr, dann betrachte sie kurz und sage ihr in Gedanken:

„Danke liebe Blume, dass du mir diesen schönen Anblick schenkst!“

Wenn du einen Baum bemerkst, dann halte kurz inne. Erfasse mit deiner Aufmerksamkeit den Baum und sage in deinen Gedanken zu ihm:

„Danke lieber Baum, dass du mir so viel Schatten schenkst“

Suche dir mindestens 7 Objekte aus. Bekunde ihnen deine Wertschätzung und Dankbarkeit.

Als Höhepunkt versuche es nun mit Menschen. Du brauchst nichts zu sagen. Du begegnest einem fremden Menschen und schenkst ihm folgende Gedanken:

„Danke mein Lieber, meine Liebe, dass ich deinen Weg kreuzen darf!“

Fahre so fort, bis du innerlich ein befreiendes Gefühl empfindest. Je mehr du übst, desto erfüllter wirst du werden.

9. Die Meditation der Dankbarkeit in 7 Schritten lernen

Die Meditation der Dankbarkeit kann wahre Wunder bewirken. Diese Meditation eignet sich sehr gut für Menschen, die gerade beginnen mit Meditation lernen.

dankbar seinSage einfach zu dir selbst danke

Schritt 1: Mache dich bereit und triff alle Vorbereitungen für die folgende Meditation dafür.

Schritt 2: Konzentriere dich zunächst auf das Gefühl der Dankbarkeit. Sei einfach dankbar dafür, dass du hier und jetzt in Ruhe meditieren darfst.

Mache dir bewusst, wie schön dieser Moment jetzt doch ist. Du hast jetzt für dich Zeit. Du bist jetzt nur für dich da. Verweile ein paar Atemzüge in dieser Haltung.

Schritt 3: Lächle in dich hinein und spüre wie dieses Lächeln deinen Körper erfüllt.

Bedanke dich bei deinem Körper, dass er dich durch den ganzen Tag trägt.

Schritt 4: Danach lenkst du deine Aufmerksamkeit auf einen lieben Menschen. Denke ganz intensiv an ihn und sag in Gedanken zu diesem Menschen: danke

Schritt 5: Danach lenkst du deine Aufmerksamkeit auf einen Bekannten, neutralen Menschen. Das kann eine Verkäuferin aus dem Supermarkt sein. Auch ihr sagst du in Gedanken: Danke.

Schritt 6: Und zu Schluss lenkst du deine Aufmerksamkeit auf die Schöpferkraft. Auf jene Kraft, die dich erschaffen hat. Jene Kraft, die dein Herz schlagen lässt. Auch zu dieser Kraft sagst du innerlich: danke

Schritt 7: Kehre in tiefer Dankbarkeit wieder zurück in das Hier und Jetzt und mache deine Zurücknahme. Behalte dieses Gefühl der Dankbarkeit in deinem Herzen.

Fazit

Nutze die Kraft der Dankbarkeit- und du kannst dein Leben in eine völlig neue Richtung lenken. Nicht nur in der Bibel wird über die magische Wirkung der Dankbarkeit berichtet. Die Wirkung tiefer Dankbarkeit ist längst nachgewiesen.

Die Dankbarkeitsübungen sind sehr einfach durchzuführen. Suche dir eine davon aus und mache sie jeden Tag. Mindestens für 21 Tage. Du wirst in der Zeit ein tiefes Gefühl des Friedens und des Wohlwollens erleben.

Bitte schreibe mir über deine Erfahrungen.